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Aktuelles:

Prof. Andreas Grübel informiert in  der Fraktion über die digitalen Veränderungen

Presse1Mit dem Beginn des zweiten Jahrzehnts dieses Jahrhunderts stehen viele Menschen vor der Weiterentwicklung in ihrem direkten Lebensumfeld. Nicht nur das Smartphone wird ständiger Wegbegleiter sein, sondern auch die zunehmende Präsenz des sogenannten allgegenwärtigen Internets - „Internet of Things“. Wie wirken sich diese technischen und gesellschaftlichen Umbrüche auf die Bevölkerung und die Institutionen in der Stadt aus?

Mit einer Initiative zur Digitalisierungsstrategie für die Stadt, hat die SPD-Fraktion im Rat bereits im vergangenen Jahr einen ersten Aufschlag gemacht. In den nächsten Jahren werden dazu im personellen, technischen und administrativen Bereich vielfältige Änderungen erfolgen. Daraus folge eine Fülle von Aufgaben, die finanziert werden müssen.

Um zunächst zu erkennen, worum es bei diesem Wandel geht, freute sich Fraktionsvorsitzender Alfred Voges mit Andreas Grübel einen versierten Fachmann gewonnen zu haben, der den Mitgliedern der SPD-Fraktion in ihrer vergangenen Sitzung die Auswirkungen der „Digitalen Transformation“ auf die kommunale Daseinsvorsorge erläuterte.

In den nächsten Jahren werden sich große Teile des städtischen Lebens, aber auch der Stadtverwaltung ändern. „Dabei müssen die Menschen mitgenommen werden“, so der Tenor der Sozialdemokraten.

Andreas Grübel, der u.a. als Honorarprofessor an der FH Münster in Steinfurt und als Lehrbeauftragter an der TU Berlin tätig ist, konnte dazu grundsätzliche Antworten geben und die Betrachtung auf die wesentlichen Fragen lenken. Was bedeutet „Digitale Transformation“? Was ist Digitalisierung? Welche Auswirkungen haben der technologische Fortschritt mit den Stichworten „Smart City“ und „Smart Home“ auf die Menschen.

Technisch wachsen jüngere Menschen mit der ständigen Erreichbarkeit über ihr Smartphone auf. Im Arbeitsleben werden mehr und mehr die Begriffe, wie „New Work“ oder „Agiles Management“ verwendet. Doch welche Bedeutung der Digitalisierung verleihen diesen Begriffen Gewicht? Die digitale Ausrichtung im Alltag muss bedeuten, nicht manipulierten Informationen, sondern auf den Einzelnen ausgerichtete Mehrwerte zu erhalten, so die These. „Das technische Medium sollte dem Menschen gehorchen und nicht umgekehrt“, so Grübel.

Konkret heißt es auszubilden und aufzuklären, um die zunehmende Vernetzung zur sinnstiftenden Zusammenarbeit zu nutzen. So müssen die Stadtverwaltung und Unternehmen und Verbände, wie die Stadtwerke und das Kulturforum digital zusammenarbeiten können. Aber auch Dezernate und Fachdienste sollen sich vernetzen können, um Projekte schnell und effizient bearbeiten zu können.

In der künftigen Ausrichtung wollen sich die Sozialdemokraten vornehmen, die Umgestaltung der Lebensbereiche zielgerichtet gestalten. Dazu sollte in allen Bereichen Prozessexzellenz angestrebt, demnach Verschwendung von Motivation und Geld reduziert und vor allem Know-how aufgebaut werden. Ziele müssen kritisch hinterfragt und die Bürgerinnen und Bürger eingebunden werden. „Was nutzt den Menschen wirklich und was dient lediglich der Monetarisierung des Alltags? Die Verwaltung, wie die Politik dienen in diesem Zusammenhang als lokale „Lebensqualitätslieferanten“.

Mit einem „Organisations- und parteiübergreifenden Think Tank“, der die langfristigen Entwicklungen für die Bürger in Steinfurt gestaltet und mit „Task-Forces“, die die aktuellen Möglichkeiten der Digitalisierung sofort gewinnbringend umsetzen, wird die „Digitale Transformation“ den Menschen in Steinfurt dienen und den Alltag bereichern. Beispielhaft genannt sei die digitalisierte Sportstättennutzung oder die digitale Schulentwicklung in baulicher Umsetzung und die technische, wie pädagogische Entwicklung über den „Digitalpakt Schule“.

Viele dieser Aufgaben haben mit dem Wandel von Arbeitsplätzen in der Verwaltung und Unternehmen zu tun. Diesen Wandel gilt es nun aktiv mit den Menschen zu managen. Die SPD-Fraktion wird diesen Wandel in ihrer Arbeit als wichtigen Baustein künftiger Vorhaben berücksichtigen und ist für weitere Vorschläge, Ideen und Informationen offen.