Überreichung der Gutscheine als persönlichen Dank - v. l. Harry Agethen (Tafel), Marlies Hoffmann, BM Kandidat Frank Müller, Angelika Hardebusch, Rolf Hoffmann

 
SPD informiert sich über die Arbeit der Tafel in Corona-Zeiten 

Bürgermeisterkandidat Frank Müller und interessierte Mitglieder der SPD Steinfurt trafen sich mit dem Obmann der Tafel, Harry Agethen, um sich über die ehrenamtliche Arbeit der Tafelhelferinnen und Tafelhelfer unter den erschwerten Bedingungen in Corona-Zeiten zu informieren.

Die Räume der Tafel ähneln derzeit eher den Lagerräumen eines Versandhauses. Anstelle der Stuhlreihen im Wartebereich der Tafel, stapeln, sich hier nun palettenweise Kartons. Viele Menschen im Kreis Steinfurt leben am Existenzminimum. Die Tafeln unterstützen Menschen in Not über die Ausgabe von gespendeten und nicht mehr verkäuflichen Lebensmitteln. Bei den Tafeln engagieren sich Ehrenamtliche aus den verschiedensten Tätigkeitsfeldern, gesellschaftlichen Schichten und Kulturen. Dabei ist die überwiegende Zahl der Helferinnen und Helfer bereits im Rentenalter und gehört somit im Zusammenhang mit Corona zum gefährdeten Personenkreis.

Nach vorübergehender Schließung ist seit Ende März die Hilfe mit einem geänderten Dienstleistungsangebot wieder in Gang gekommen. Über eine kostenfrei bereitgestellte App fürs Smartphone fanden sich Studierende und junge Helferinnen und Helfer, die nun engagiert der Tafel zur Hand gehen.

Agethen betonte, dass eine Ausgabe in den Räumen der Tafel derzeit aus Hygienegründen nicht möglich sei. Daher entschlossen sich die Verantwortlichen, einen Lieferservice einzurichten und die Ware in Kartons verpackt direkt an die Haustür der Menschen zu liefern. Pro Woche machen sich so um die 200 Kartons in privaten PKWs auf den Weg zum Kunden, vorrangig gefüllt mit Grundnahrungsmitteln.

Mit großem Respekt und Dankbarkeit nehmen die Kunden die Lieferungen entgegen. Dieses veränderte Konzept ist für die Betroffenen eine gute Hilfe. Vielen fehlt aber dennoch der persönliche Kontakt mit anderen Tafelbesuchern und den Ehrenamtlichen der Tafel. Sie hoffen auf eine baldige Normalität.

 „Auch hier erlebe ich eine große Hilfsbereitschaft, die mir in Corona-Zeiten an vielen Stellen begegnet“, so Frank Müller. Als persönlichen Dank für das große Engagement der Ehrenamtlichen in Krisenzeiten überreicht Müller einige Gutscheine der Steinfurter Gastronomie sowie Tankgutscheine für den ehrenamtlichen Verteildienst.  


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v. r. Bürgermeisterkandidat Frank Müller, Fraktionsvorsitzender Alfred Voges, Bauausschussvorsitzender Johannes Wczasek, Ratskandidatin Martina Furchert


Ein Erfolg für das Arnoldinum – Neue Wohngrundstücke kommen

„Die städtische Grundstücksentwicklung am Gymnasium Arnoldinum ist ein erstes Modellprojekt für
eine eigene Wohnungspolitik der Stadt“. Mit diesen einleitenden Worten stellte SPD-Ratsmitgliedund Bauausschussvorsitzender Johannes Wczasek, mit gebotenem Abstand, die Pläne zur Bebauung am Windmühlenesch vor. Auf Initiative der Sozialdemokraten wird die Projektierung und Vermarktung dieses Baugebietes eng bei der Stadt angesiedelt und damit Modellcharakter bekommen. Ein Teil der Häuser soll über den öffentlich geförderten Wohnungsbau realisiert werden.

Am Anfang dieser Entwicklung stand eine Anfrage der Eltern und Schüler zur Verbesserung der
Räumlichkeiten im Gymnasiums Arnoldinum. Im Meinungsaustausch mit der SPD entstand der Plan,
die Fläche hinter den Schulgebäuden in städtischer Eigenregie dem Wohnungsmarkt zur Verfügung
zu stellen. Im Gegenzug sollen die Verkaufserlöse direkt in die Aufwertung des Gymnasiums
Arnoldinum zu investiert werden. Nach der Ermittlung des schulischen Bedarfs durch ein
Raumprogramm konnte die Planung erfolgen.
Das Sportgelände wird neu geordnet, es können nach den Plänen trotz der reduzierten Fläche eine
Multifunktionsfläche, ein Fußballfeld sowie eine Laufbahn und eine Sprunggrube realisiert werden.
Ebenso wird Platz für die möglichen Neubauten einer neuen Sporthalle und einer Mensa vorgesehen.
Einen weiteren Teil der erzielten Gelder aus diesem Projekt soll zur Modernisierung von Schulräumen
eingesetzt werden.

„Ein gutes Zeichen gegen Politikverdrossenheit“ freut sich Bürgermeisterkandidat Frank Müller.
„Jugendliche, die erstmalig mit 16 Jahren zur Kommunalwahl gehen, können an diesem Beispiel
erleben, wie ihre Forderungen an Verwaltung und Politik Gehör finden und umgesetzt werden!“
Müller steht gemeinsam mit dem Fraktionsvorsitzenden Alfred Voges fest zu diesem Projekt und
werden die Bauleitplanung mit Modellcharakter mit vollem Einsatz voranbringen und somit die
weitere schulische Entwicklung des Gymnasiums Arnoldinum fördern.
Der Antrag der SPD aus Mai 2019 befindet sich in der politischen Umsetzung und die Aufstellung des
Bebauungsplans der städtischen Verwaltung erhielt eine breite Mehrheit in den
Ausschussberatungen. Weitere Projekte des öffentlichen Wohnungsbaus sollen auch mit Hilfe einer
zu gründenden städtischen Gesellschaft folgen, um und damit steigende Preise für den Hausbau und
den Mieten zu bremsen.